ASB - OV Rathenow e.V.

   
 

Der barmherzige Samariter
(Lukas 10, 25-37)

25 Und siehe, ein Gesetzesgelehrter stand auf und versuchte ihn und sprach: „Lehrer, was muss ich getan haben, um ewiges Leben zu erben?“ 26 Er aber sprach zu ihm:“ Was steht in dem Gesetz geschrieben? Wie liest du?“ 27 Er aber antwortete und sprach: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst.“ 28 Er sprach aber zu ihm: „Du hast recht geantwortet; tu dies, und du wirst leben.“ 29 Indem er aber sich selbst rechtfertigen wollte, sprach er zu Jesus: „Und wer ist mein Nächster?“ 30 Jesus aber erwiderte und sprach: „Ein Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter Räuber, die ihn auch auszogen und ihm Schläge versetzten und weggingen und ihn halbtot liegen ließen. 31 Von ungefähr aber ging ein Priester jenen Weg hinab; und als er ihn sah, ging er an der entgegen gesetzten Seite vorüber. 32 Ebenso aber kam auch ein Levit, der an den Ort gelangte und sah ihn und ging an der entgegen gesetzten Seite vorüber. 33 Aber ein Samariter, der auf der Reise war, kam zu ihm hin; und als er ihn sah, wurde er innerlich bewegt; 34 und er trat hinzu und verband seine Wunden und goss Öl und Wein darauf; und er setzte ihn auf sein eigenes Tier und führte ihn in eine Herberge und trug Sorge für ihn. 35 Und am folgenden Morgen zog er zwei Denare heraus und gab sie dem Wirt und sprach: Trage Sorge für ihn; und was du noch dazu verwenden wirst, werde ich dir bezahlen, wenn ich zurückkomme. 36 Was meinst du, wer von diesen dreien der Nächste dessen gewesen ist, der unter die Räuber gefallen war?“ 37 Er aber sprach: „Der die Barmherzigkeit an ihm übte.“ Jesus aber sprach zu ihm: „Geh hin und handle ebenso!“

 
 
 
 
 

Auf Grund menschenunwürdiger Lebens- und Arbeitsbedingungen im ausgehenden 19. Jahrhundert, vor allem aber wegen der drastisch ansteigenden Zahl von Arbeitsunfällen mangels Unfallschutzes in den Betrieben gründeten 1888 sechs Berliner Zimmerleute die erste Arbeiter-Samariter-Kolonne und organisierten den ersten “Lehrkursus über die Erste Hilfe bei Unglücksfällen”.

Ab 1896 nannte sich die Berliner Gruppe

“Arbeiter-Samariter”.

 

das ASB-Bundeshaus in Chemnitz

Das Samariterbüchlein

Prüfungszeugnis
 

Der “Arbeiter-Samariter-Bund” wurde 1909 durch den Zusammenschluss von 11 Arbeiter-Samariter-Kolonnen in Magdeburg gegründet. Der Sitz des Vereins war zunächst Berlin, ab 1923 Chemnitz.

Auch in Rathenow existierte in den Zwanzigern eine Kolonne der Arbeiter-Samariter. Am 05. Mai 1929 fand in unserer Stadt die Bezirksübung statt.

05. Mai 1929 Bezirksübung in Rathenow 05. Mai 1929 Bezirksübung in Rathenow

05. Mai 1929 Bezirksübung in Rathenow 05. Mai 1929 Bezirksübung in Rathenow

 

Die ASB-Gruppe in Rathenow 1930

die ASB-Gruppe in Rathenow 1930

Nach der Machtergreifung durch die Nazis wurde der ASB in Deutschland im August 1933 verboten. Am 02. Mai 1933 werden vielerorts die Geschäftsstellen und die Rettungs- und Verbandsstationen des ASB geschlossen. Am 05. Juni 1933 ordnet der Reichsminister des Inneren an, mit sofortiger Wirkung die Überführung der noch nicht aufgelösten Formationen des ASB in das Kolonnenwesen des DRK bis zum 01. September durchzuführen.

In der BRD konnte der Arbeiter-Samariter-Bund 1952 mit Sitz in Köln neu gegründet werden. Im Osten Deutschlands verhinderten dies die kommunistischen Machthaber.

Nach der Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands konnte 1990 auch in den östlich Bundesländern der ASB neu erstehen, so auch der Landesverband Brandenburg und am 01. September 1990 im Westhavelland der ASB Ortsverband Rathenow e.V.

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